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«Noch einen Söttigen»

Drei wichtige Siege gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte konnte der TV Solothurn in den letzten vier Spielen holen. Nun folgt das bedeutendste Spiel, dasjenige gegen Nyon La Côte, das als Zweitletzter auf dem hinteren der beiden Barrageplätzen liegt. Sollte es dem TVS gelingen, noch einmal einen Erfolg einzufahren, wären die grössten Abstiegssorgen passé.

 

Gaudenz Oetterli

 

Die Leistungen gegen Visp und Herzogenbuchsee zuhause im CIS haben Freude gemacht. So wie einst die lupfige Musik von Handörgeli-Legende Josias Jenny. Der Bündner Volksmusik-Komponist hat es mit einem seiner   Hits sogar in den alltäglichen Sprachgebrauch geschafft. Der Ausspruch «noch einen Söttigen» wird heute noch oft gebraucht, wenn gute Darbietungen für gute Stimmung sorgen, die nicht enden soll.

 

Bei der jüngeren Generation, die das Ländler-Erbe des Josias Jenny nicht mehr kennt, wird sein prägender, vom Hochdeutschen helvetisierter Ausruf zwar je länger je mehr durch die Forderung «Zugabe, Zugabe!» ersetzt. Doch die Bedeutung bleibt: es hat uns gefallen, was wir gesehen haben, bitte zeigt uns mehr davon.

 

Distanz schaffen zum Barrage-Platz

 

Ob Josias Jenny einen Bezug zum Handball hatte, dürfte bezweifelt werden, sein träfes «noch einen Söttigen» hingegen kann ohne Umschweife auf das kommende Spiel des TV Solothurn übertragen werden. Fünf Punkte trennen die Ambassadoren aktuell von ihren welschen Kontrahenten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Die Romands haben jedoch noch ein Spiel weniger bestritten. Im schlechtesten Fall – für Solothurn – sind es also nur drei Punkte. Bei einer Niederlage schliessen die Waadtländer dicht zum TVS auf.

 

Mit einem Sieg hingegen kann die Truppe von Trainer Andri Tatarinoff den Abstand auf den Zweitletzten auf fünf Punkte vergrössern, im besten Fall sogar auf sieben Punkte. Genau deshalb ist dieses Spiel enorm wichtig. Die Grenze im Abstiegskampf liegt beim Drittletzten Platz in der Tabelle. Der Letztplatzierte tritt den direkten Gang in die Zweitliga an, Rang elf und zehn müssen in die Barrage-Spiel gegen Teams aus den anderen beiden Erstliga-Gruppen. Der Viertletzte – oder Rang neun – hat den Ligaerhalt auf sicher. Mit einem Sieg könnte der TVS bereits zwei Mannschaften vorentscheidend distanzieren und müsste danach nur noch einen Konkurrenten hinter sich lassen, um den Klassenerhalt zur sichern.

 

Weiter wie in den vorherigen zwei Spielen

 

Doch wie kann der TV Solothurn diesen so wichtigen Sieg bewerkstelligen? Im Hinspiel kassierten die desolat auftretenden Aarestädter nämlich eine schallende 24:35-Ohrefeige. Und dies, obwohl Nyon La Côte damals noch Schlusslicht war und bis zu diesem Zeitpunkt keinen Sieg auf dem Konto hatte. Muss der TVS für das Rückspiel etwas ändern?

 

Die Antwort gaben die Solothurner bereits in den letzten zwei Spielen gegen Visp und Herzogenbuchsee. Die Mannschaft ist bezüglich seiner Leistung nicht mehr mit dem Team aus der Vorrunde zu vergleichen. Die Auftritte in den letzten zwei Spielen waren frisch und geprägt von Motivation, Spielwitz und Konsequenz. Die Ambassadoren hielten das Spieldiktat in eigenen Händen und zogen ihr Spiel durch.

 

Was uns zurück zur Bündner Handörgeli-Legende Josias Jenny bringt. Sein letztes Album, das er aufnahm, hiess «Josias Jenny spillt syni Musig». Und genau so soll es diesen Samstag auch im CIS Solothurn sein: «Dr TVS spillt syni Musig.»


Foto: Urs Trösch


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